Berichte unserer Angler

Erlebnisberichte, Fangerfolge, mein schönster Angeltag...

Norwegen Hitra Trip vom Sommer 2023

Für Mitte Juni 2023 hatten sich wieder 8 Norwegenfreunde aus Naumburg eine Unterkunft auf der Insel Hitra ausgesucht, was über den Reiseanbieter Hitra-Touristservice gebucht wurde. Am Vorabend der Reise wurde der Hänger gepackt, sodass wir den nächsten Tag 7.00Uhr starten konnten. Die Fähre 14.00Uhr Rostock-Trelleborg ist für uns die beste Möglichkeit, um sich auch noch ein paar Stunden vor den kommenden Strapazen auszuruhen.

Nach Ankunft in Trelleborg ging es dann mit entsprechenden Pausen und Fahrerwechsel die E6 weiter über Göteborg und den Grenzübergang Svinesund nach Oslo, wo wir den nächsten größeren Tank-Essen-Stopp einlegten.

Für dieses Jahr wollten wir mal den größten Elch der Welt besichtigen, der auf der E3 an der Straße zu sehen ist, (polierter Edelstahl-10,1m hoch).

Ein anderer Vorteil ist, dass die Strecke etwa eine Stunde schneller ist und wir längere Pausen nehmen konnten (man muss nur hinter Oslo auf die E3 abbiegen...). Etwa 30 Km vor Trondheim geht es dann links auf die E39 bis zur Landstraße 714, die am Ende mit einem Tunnel von über 5,6 km mit der Insel Hitra verbunden ist.

Gegen Mittag meldeten wir uns in der Zentrale Hitratourist an und waren gegen15.00Uhr am Haus. Da wir schon einige Jahre die Vorzüge von Haus 215 zu schätzen wussten, konnten wir uns nach kurzer Einweisung unseres netten Vermieters, der Angelvorbereitung widmen. Nur noch ein Käffchen und schon geht’s raus auf die vermeintlichen Hotspots.

Die Pollacks sind für das Spinnfischen bestens geeignet und so suchten wir in relativ flachen Kanten zwischen 3m und 20m die kleineren Felsen und Kanten ab. Die meisten Bisse kommen direkt am Felsen nach dem Einwurf und sagen dir sofort, wer da am anderen Ende kämpft. Auch ein paar Dorsche konnten unseren Ködern (Gummifische 8-12cm-30-40g) nicht widerstehen.

Nach der Ausfahrt ging es ans Wiegen und Verarbeiten der Fische, was wir gemeinsam, allerdings ohne die Küchen Jungs, die für unser Essen sorgen sollten, erledigten.

Am dritten Tag wollten wir es einmal nur auf die größeren Köhler probieren, die in etwa 30 Minuten zu erreichen waren. Bei einer Tiefe von 120-130 sollte bei 50-60m schon was gehen, so unsere Vermutung. Der Wind und die Drift passten und wir versuchten mit 300g Pilkern und zwei Seitenarmen (rote Macks) kurz auf Grund und dann schnell die Wassersäule hochgekurbelt, die Jungs zu locken. Bei 60-70m kam dann meist der Einschlag und wir konnten zwar keine Riesen, aber dennoch Köhler zwischen 2kg und 5kg fangen. (Aussteiger waren allerdings auch einige dabei)

Den nächsten Tag ging es wieder etwas ins Flachere, wo wir mit Spinnangeln bis etwa 25m an den vielen kleinen vorgelagerten Inseln unser Glück versuchten. Die Pollacks ließen sich dieses Mal ganz schön betteln und waren sehr schwer zu überlisten.

Auf einmal, in etwa 15m Tiefe sah Frank einen Heilbutt hinter seinem Gummifisch nachlaufen. Er sagte nur „Butt“ und in den nächsten 5 Sekunden Standen 4 Angler an der Bordwand und beobachteten das Schauspiel, wie der Butt den Gummifisch mal kurz anfasste ober nur anstupste.

Ein etwas Schnelleres einholen war uninteressanter für den Fisch. Eine kleine Pause beim Kurbeln, der Gummifisch kam kurz zum Stillstand und schon nahm sich der Heilbutt den Köder und schwamm los. Frank setzte mit seiner leichten Spinnrute (2,7m-60g) nur einen kurzen Anschlag und schon ging es los....

Der Heilbutt setzte zur ersten Flucht an und jeder, der schon einmal einen Butt am Haken hatte, weiß mit welcher unbändigen Kraft der Fisch kämpft. Nach zwei, drei Fluchten konnten wir Ihn, da er nicht so groß war, sicher Keschern. Mit seinen 78cm war das Mindestmaß nicht erreicht und so konnte der Heilbutt nach ein, zwei Fotos wieder schwimmen.... ein schönes Erlebnis.

An den letzten zwei Tagen waren wir angehalten, nur die größten Fische zu entnehmen, da unser Kontingent 18Kg/Pers.) sich näherte. In den Tiefen ab 100 m konnten wir auch noch mit Naturköder einige Lumb und Leng überlisten. Die Größen hielten sich allerdings in Grenzen.

Die letzte Ausfahrt war nur noch Spassangeln und nicht selten ging am letzten Tag nochmal ein Großer an den Haken. Die Pollacks wollten es noch einmal wissen und so fingen wir mit entsprechenden kleinen Kunstködern einige schöne Exemplare bis 5 kg. Für die Nachwelt schnell noch ein paar Fotos und Videosequenzen und ab ging es in den Hafen zum Wiegen und Versorgen der Fische.

Traditionell wurde nach dem Reinigen der Boote und dem Verpacken des Angelzeugs ein Grillen angesetzt, wo der Vermieter zum Abschied ein kleines Gastgeschenk überreicht bekam.

Der Abend wurde für eine Auswertung genutzt und die erfolgreichsten Petrijünger wurden mit einem Erinnerungsgeschenk geehrt.

Die Nacht war kurz, denn 4.00Uhr ging es auf die Heimfahrt. Man hat den Jungs die schöne aber anstrengende Woche angesehen und so waren die Fahrerwechsel deutlich kürzer. Einen größeren Aufenthalt in Dombas, wo man auch schöne (nicht preisgünstige) Erinnerungsgeschenke kaufen konnte, wurde erstmal ordentlich gefrühstückt. Dann kam, von der Landschaft her, die schönste Strecke der E6 über Lillehammer nach Oslo, wo wir gegen 14.00Uhr die zweite große Rast machen konnten. Der Grenzübergang war unproblematisch (keine Kontrolle) und so ging es weiter über Göteborg Richtung Fähre. Pünktlich gegen 22.00Uhr waren wir in Trelleborg angekommen, wo wir auch nach kurzer Wartezeit auf die Fähre konnten. Ein kleines Bier als Nachttrunk und ab ging es in die Kojen.

Sichtlich ausgeruht ging es nach einem ordentlichen Frühstück an Bord in Rostock von Bord. An diese hektische und aggressive Fahrweise auf den deutschen Straßen muss man sich erstmal wieder gewöhnen.

Auf der Fahrt in die Heimat wurden natürlich schon Pläne für die große Tour 2024 nach Nordnorwegen geschmiedet.
Gegen Mittag trafen wir dann wieder in Naumburg ein, wo wir bereits erwartet wurden.

Das waren ein paar Eindrücke von unserer Norwegenreise nach Hitra 2023. Image

Norwegen 2024

Hallo Angelfreunde,

hier kommt der nächste Bericht..

Gemeinsam im Team.